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Bestand

Identifikation

Bestandssignatur

NL Fischhof

Zitierung

AfZ: NL Fischhof

Kurztitel

Fischhof, Nanny und Erich

Bestandsname

Nachlass
Nanny und Erich Fischhof
(1901-1997 / 1913-1988)

Entstehungszeit

ca. 1924 - 1997

Umfang

0.10

Laufmeter

Kontext

Provenienz

Fischhof, Erich und Nanny

Geschichte / Biografie

Fischhof, Nanny
25.5.1901-5.8.1997
Sozialarbeiterin

Geb. in Zürich als Tochter von Hermann Barth, einem der Begründer der Israelitischen Religions Gesellschaft IRG (orthodoxe Austrittsgemeinde aus der Israelitischen Cultusgemeinde in den 1920er Jahren);1921 Heirat in Luzern; 1936 Diplom an der Schule für soziale Arbeit in Luzern; Sozialarbeiterin für die jüdische Gemeinschaft; 1942 Scheidung; 1944 Heirat mit dem Opernsänger und Flüchtling Erich Fischhof in Bern; das aufgrund dieser Heirat ihr entzogene schweizerische Bürgerrecht erhält Nanny Fischhof erst durch die spätere Einbürgerung ihres Mannes wieder zurück; 1971 Umzug nach Zürich; 1991 Gründerin einer Stiftung, die mit dem "Fischhof-Preis" Persönlichkeiten oder Institutionen auszeichnet, die sich gegen Rassismus und jegliche Form von Diskriminierung engagieren; gest. in Zürich.

Fischhof, Erich
3.9.1913-16.3.1988
Sänger

Geb. in Wien; nach dem Besuch der Bundesrealschule in Wien 1931/1932 kaufmännische Lehre. Anstellungen in diversen Firmen und ab 1937 gleichzeitig Besuch des Neuen Wiener Konservatoriums, Abteilung Opernschule. Mitglied der Israelitischen Cultusgemeinde Wien. Juni 1938 nach vielen Schwierigkeiten Flucht in die Schweiz. 1941 während seiner Internierung in Schweizer Arbeitslagern Bekanntschaft mit seiner zukünftigen Frau Nanny geb. Barth, die im "Verband Schweizerischer Jüdischer Fürsorgen/Flüchtlingshilfen" (VSJF) tätig war. 1945 Anstellung am Stadttheater Bern als Sänger und Heirat. 1950 Einbürgerung. 1971 Übersiedlung nach Zürich; temporäre Anstellung bei der Hauptbibliothek der ETH Zürich. 1992 Errichtung des Nanny und Erich-Fischof Preises durch Nanny Fischhof an Persönlichkeiten oder Institutionen, die sich in der Bekämpfung von Rassismus und Antisemitismus in der Schweiz verdient gemacht haben.

Bestandsübernahme

1997

Bestandsgeschichte

1997 erhielt das Archiv für Zeitgeschichte nacheinander die Nachlässe zu Erich und Nanny Fischhof. Der Bestand enthält biografische Materialien zu den Eltern sowie zu Erich Fischhof selbst, die von seiner Flucht in die Schweiz und der Internierung berichten. Er enthält im Weiteren biografische Materialien von Nanny Fischhof, u.a. Korrespondenz mit der Fremdenpolizei. Zudem ist die Einrichtung des Nanny und Erich-Fischhof Preises 1992 mit schriftlichem Material belegt.

Literatur

 

Inhalt und innere Ordnung

Bestandsinhalt

BiografieDokumente und Korrespondenzen der Eltern Berthold und Julie Fischhof, persönliche Dokumente, Lebenserinnerungen (zur Verfolgung seiner Familie, zur Flucht 1938 in die Schweiz und zu seiner Frau Nanny Fischhof)
KorrespondenzBrief der Polizeiabteilung des EJPD vom 7.11.1944 betr. Verlust der schweizerischen Staatsbürgerschaft bei Heirat mit einem Ausländer
ManuskriptReportage "Kampf gegen Rassismus" für "Das Beste aus Reader's Digest" 1996
SachdossierNanny und Erich-Fischhof-Preis

Bewertung/Kassation

 

Ordnung/Klassifikation

Die Bestände von Nanny und Erich Fischhof wurden 2014 von Raffael Burri und zusammengelegt.

Zugang

Benutzbarkeit

Frei

Sprache(n)

deutsch

Findmittel

1997, 1998, 2005, 2014

Findmittel online

Ja

Verzeichniskontrolle

Bearbeitung im AfZ

Uriel Gast, Franziska Schärli

Vorverzeichnung

 

Findhilfsmittel

 

Untereinheiten

1.: Biografische Materialien zu den Eltern von Erich Fischhof
2.: Biografische Materialien zu Erich Fischhof
3.: Biographisches Material zu Nanny Fischhof, Korrespondenz
4.: Nanny und Erich Fischhof-Preis