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Bestand

Identifikation

Bestandssignatur

IB Kulturgem Emigranten

Zitierung

AfZ: IB Kulturgem Emigranten

Kurztitel

Kulturgemeinschaft Emigranten

Bestandsname

Kulturgemeinschaft der Emigranten in Zürich
(1941-1945)
Historisches Archiv

Entstehungszeit

ca. 1941 - 1946

Umfang

0.10

Laufmeter

Kontext

Provenienz

Kulturgemeinschaft der Emigranten in Zürich

Geschichte / Biografie

Kulturgemeinschaft der Emigranten in Zürich
1941-1944/45

Im Okt. 1941 wurde auf Initiative von Flüchtlingen die "Kulturgemeinschaft der Emigranten in Zürich" mit dem Ziel gegründet, durch "Förderung des kameradschaftlichen Zusammenhaltes und durch Pflege der alten Kultur [...] der sich unter den Emigranten ausbreitenden Entmutigung entgegenzuwirken". Sie veranstaltete kulturelle Anlässe, u. a. Theater- und Ballettabende, wissenschaftliche Vorträge und dichterische Lesungen für die zur Untätigkeit gezwungenen Flüchtlinge. Sie beteiligte sich am Ausbau der Freizeitgestaltung in den Interniertenlagern und ab Sommer 1944 über den von ihr gebildeten Initiativausschuss an den Diskussionen um die Regelung der Nachkriegsfragen, insbesondere zur Rück- und Weiterwanderung. Zusammen mit den der "Schweizerischen Zentralstelle für Flüchtlingshilfe" (SZF) angeschlossenen Hilfswerken erreichte sie, dass bei der Flüchtlingskonferenz von Montreux (Febr./März 1945) auch Emigranten ein Mitspracherecht erhielten. Ein Teil der Mitglieder der "Kulturgemeinschaft" gründete in Zürich im Mai 1945 den "Schutzverband Deutscher Schriftsteller in der Schweiz" (SDS) als Nachfolgeorganisation des 1933 in Paris gegründeten "Schutzverbandes deutscher Schriftsteller". Als "Schutzverband der Schriftsteller deutscher Sprache im Ausland" (ab 1952) und als "Internationaler Schutzverband deutschsprachiger Schriftsteller" (ab 1968) setzte sich der SDS bis zu seiner Auflösung (ca. 1985) für die Schaffung einer Bibliothek des Exilschrifttums ein (heute Exilarchiv der Deutschen Bibliothek in Frankfurt am Main).

Bestandsübernahme

1997

Bestandsgeschichte

Der Bestand, der 1997 durch dipl. arch. Jakob Zweifel dem AfZ als Schenkung überreicht wurde, enthält neben administrativen Akten der Kulturgemeinschaft Unterlagen zu ihrer Tätigkeit bis nach Kriegsende sowie Gründungsakten zum SDS. Weitere Akten zur Kulturgemeinschaft und zu ihrem Wirken finden sich in folgenden Beständen des AfZ: NL Hermann Levin Goldschmidt, Historisches Archiv der Schweizerischen Zentralstelle für Flüchtlingshilfe (SZF), Archiv des Verbandes Schweizerischer Jüdischer Fürsorgen (VSJF) sowie im JUNA-Archiv.

Literatur

 

Inhalt und innere Ordnung

Bestandsinhalt

TätigkeitTätigkeitsberichte 1941-1944; Protokolle 1943-1945; Berichte, Korrespondenz, Programme 1942-1945; Dokumente zu Maria Foitik von Ostfelden 1942-1946; Buchprojekte und Veranstaltungen in Zürich 1942-1945: "Kleine Anthologie der deutschsprachigen Emigrantenliteratur" 1943/44; Jakob Wassermann-Gedenkfeier 1943; Manuskripte zu Lesungen: Originaltyposkripte von Hermann Adler, Siegfried Einstein, Anneliese Fritz, Ernest Goldschmidt, Georg Kaiser, Else Lasker-Schüler, Walter Meckauer, Hans Reinow, Bruno Schönlank, Anneliese Spira, Michael Tschesne
KorrespondenzBetr. Georg Kaiser, Otto Heim, Carl Seelig u. a.
ManuskripteVorträge in Interniertenlagern 1944/45
GründungsaktenSchutzverband deutscher Schriftsteller in der Schweiz Gründung 1945, Korrespondenz

Bewertung/Kassation

 

Ordnung/Klassifikation

 

Zugang

Benutzbarkeit

Frei

Sprache(n)

 

Findmittel

1998, 2005

Findmittel online

Ja

Untereinheiten

1.: Administrative Akten
2.: Tätigkeit
3.: Schutzverband deutscher Schriftsteller in der Schweiz