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Bestand

Identifikation

Bestandssignatur

IB STAB-Archiv

Zitierung

AfZ: IB STAB-Archiv

Kurztitel

STAB-Archiv

Bestandsname

Stiftung für Abendländische Ethik und Kultur (STAB)
Historisches Archiv
(gegründet 1968)

Entstehungszeit

1962 - 2011

Umfang

2.60

Laufmeter

Kontext

Provenienz

Stiftung für Abendländische Ethik und Kultur (STAB)

Geschichte / Biografie

Hans und Trudy Jenny gründeten 1968 die Stiftung für Abendländische Besinnung (STAB), die sich der Verwirklichung und Weiterentwicklung der von ihnen als abendländisch bezeichneten Werte widmet. Freiheit und Verantwortung sollen nach dem Willen der Stifter gemäss dem Menschenbild der christlichen Tradition und der griechischen Philosophie miteinander verbunden sein. Die Gründungsurkunde umschreibt den Stiftungszweck wie folgt:
- "Pflege und Förderung aller Bestrebungen zur Besinnung auf abendländische Tradition, Ethik und Kultur innerhalb und ausserhalb Europas
- Förderung der geistigen Einigung Europas bei Anerkennung seiner nationalen Vielfalt und regionalen Eigenarten
- Unterstützung des Landschafts- und Denkmalschutzes
- Ehrung von Persönlichkeiten und Institutionen, die im Sinn der Ziele der Stiftung einen ausserordentlichen Beitrag geleistet haben.
- Unterstützung sozialer und kultureller Institutionen und Werke, die mit den Zielen der Stiftung übereinstimmen."
Die STAB verleiht seit 1977 jährlich einen Anerkennungspreis von 50'000 Franken an Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um die Förderung abendländischer Ethik und Kultur verdient gemacht haben. Der Stiftungszweck ermöglicht darüber hinaus in kleinerem Rahmen auch die Unterstützung von Projekten und Aktionen, die abendländische Ethik und Kultur fördern wollen und nicht mit öffentlichen Mitteln bedacht werden. Ausserdem gibt die Stiftung eine eigene Schriftenreihe heraus. Die STAB finanziert ihre Aktivitäten vorwiegend aus den Erträgen der ihr von den Stiftern und Spendern zur Verfügung gestellten Mittel. Freiwillige Zuwendungen aus dem STAB-Freundeskreis sind eine weitere Einnahmequelle. 2005 erfolgte die Namensänderung in "Stiftung für Abendländische Ethik und Kultur".
Die Stiftung wird vom Stiftungsrat geleitet und verwaltet. Deren Mitglieder wurden ursprünglich direkt von den Stiftern bestimmt. Seit 1994 übernimmt ein Kuratorium die Funktionen der Stifter; dieses wählt den Stiftungsrat und wacht darüber, dass die Ausrichtung der Stiftung in Übereinstimmung mit dem Stifterwillen steht. Die Stiftung unterhält eine im Teilzeitpensum geführte Geschäftsstelle.
Präsidenten der Stiftung: Dr. Hans Jenny (1968-1994), Prof. Dr. Eduard Stäuble (1994-2002), lic. iur. Robert Nef (2003-2016), lic. iur. Martin Vollenwyder (ab 2017)
Kuratoriumsvorsitzende: Dr. Hans Jenny (1994-1996), lic. iur. Dieter Jenny (ab 1996)

Bestandsübernahme

2012, 2014, 2015

Bestandsgeschichte

Der Bestand dokumentiert die Geschäftstätigkeit der STAB. Neben den eigentlichen Geschäftsakten (Protokolle, Jahresrechnungen, Preisverleihungen etc.) finden sich darin auch die von der STAB herausgegebenen Publikationen (Rundbrief, Schriften). Soweit es sich nicht um Doubletten handelte, wurden auch Handakten von Hans Jenny, welche mit seinem Privatnachlass übernommen worden waren, in den Bestand integriert. Auch Handanken aus dem Nachlass von Eudard Stäuble wurden eingeflochten.
Aus der Frühzeit sind im Wesentlichen nur noch Kernakten (insbes. Protokolle) erhalten; im Zusammenhang mit einem ca. 2003 erfolgten Umzug sind offenbar in grösserem Umfang ältere, nicht mehr benötigte Unterlagen entsorgt worden, darunter auch Akten mit nur indirektem Bezug zur STAB (z.B. Korrespondenz von Hans Jenny betr. Südafrika). Nicht mehr greifbar sind auch die Nummern 1-3 der STAB-Schriftenreihe sowie Unterlagen zur zweiten Jahresversammlung 1973. Erst ab den 1990er Jahren ist die Geschäftstätigkeit in ihrer ganzen Breite eingehender dokumentiert.
Das Archiv wurde bis zum Rücktritt von Franziska Gutjahr, welche die STAB-Geschäftsstelle 1991-2006 betreute, im Wesentlichen in Papierform geführt. Ab 2006, dem Amtsantritt von Yvonne Marina Funk als Geschäftsführerin, erfolgte die Aktenführung grundsätzlich in einer elektronischen Ablage. Seither werden nur noch die wichtigsten Akten in Papierform geführt.

Literatur

Jenny, Hans: Um was es geht. Reflexionen zum Gedankengut der Stiftung für Abendländische Besinnung (STAB), Hg.: Stiftung für Abendländische Besinnung (STAB), Schaffhausen 1998.

Inhalt und innere Ordnung

Bestandsinhalt

GeschäftsaktenStiftungsurkunde, Statuten, Kuratorium und Stiftungsrat (Korrespondenz und Protokolle), Jahresversammlung, Freundeskreis, Presseecho
FinanzenJahresrechnungen, Liegenschaften u.a.
TätigkeitAnerkennungspreis, Preisträger: Prof. Dr. Walter Heitler (1977), Prof. Dr. Emil Egli (1978), Walter Berger (1979), Prof. Dr. Heinz-Dietrich Ortlieb (1980), Hans Weiss und die Schweizerische Stiftung für Landschaftsschutz und Landschaftspflege (1981), Prof. Dr. iur. Werner Kägi (1982), Dr. med. Marie Meierhofer und das Marie Meierhofer-Institut für das Kind (1983), Dr. sc. techn. Armin Baumgartner (1984), Dr. Ernst Krebs (1985), Dr. Eberhard Lindner (1986), Edmond de Stoutz (1987), Gastspieltheater Zürich (Gründer Fredy Kunz und Monika Wild; 1989), Walter Schiesser (1990), Raffaello Ceschi und Jacques Guidon (1991), Pfr. Eugen Voss (1992), Dalene Matthee und Prof. Dr. phil. Gertrud Höler (1993), Prof. Dr. Hans Letsch (1994), Christa Meves und Dr. Wolfgang Brezinka (1995), Schweizerische Vogelwarte Sempbach (1996), Prof. Dr. Dr. h.c. Irenäus Eibel-Eibesfeldt (1997), Dr. Peter Sager (1998), Maria Becker (1999), Pirmin Meier (2000), Nello Santi (2001), Prof. Dr. Angelo M. Codevilla und Prof. Dr. Stephen P. Halbrook (2002), Prof. Dr. Bassam Tibi und Prof. Dr. Michael Wolffsohn (2003), Prof. Dr. Klaus Bartels und Dr. Reiner Kunze (2004), Fredi Murer (2005); Tagungen und Vorträge; Vergabungen und Zuwendungen
PublikationenRundbriefe, Schriftenreihe, Arborea-Verlag u.a.
Korrespondenz und PersonendossiersPreisträger; Ernst Basler, Hans Boesch, Iso Camartin, Jürg Dedial, Franz Fassbind, Otto von Habsburg, Daniel Heller, Hans Jenny, Ulrich Knellwolf, Hermann Lübbe, Franz Muheim, Thomas Sprecher, Peter Stadler, Alfred Töpfer, Hans Vontobel, Hans-Dieter Vontobel, Eugen Voss, Bernhard C. Wintzek u.a.;
Arbeitskreis Gelebte Geschichte (AGG); Schweizerische Staatsbürgerliche Gesellschaft (SSG), Verein Sicherheitspolitik und Wehrwissenschaft (VSWW) u.a.

Bewertung/Kassation

Unterlagen zur Personaladministration (Pensionskasse, Versicherungen etc.) sowie die Handbibliothek wurden nicht übernommen. Bei weiteren Aktenkategorien (insbes. Buchhaltung, Liegenschaftsverwaltung) wurden teils massive Verdichtungen auf wenige relevante Kerndokumente vorgenommen. Aus einem Ordner mit Musterbriefen wurden jene, die nicht die STAB betrafen, ausgeschieden; Geschäftsbriefe der Firma Verit wurden kassiert, persönliche Korrespondenz von Hans Jenny wurde in dessen Nachlass integriert. Ausgeschieden wurde auch rein administratives Material (z.B. zur Organisation von Anlässen) sowie einzelne rein dokumentarische Unterlagen (etwa im Zusammenhang mit Preisträgern).

Ordnung/Klassifikation

Die überlieferte Ordnung (z.B. auch Gliederung mit Registern innerhalb von Ordnern) wurde - soweit möglich und sinnvoll - beibehalten. Wer z.B. Unterlagen zu einzelnen Preisträgern sucht, muss sowohl die Dossiers zur Preisverleihung wie auch die entsprechenden Korrespondenz- und Personendossiers konsultieren. Dossiers zu mit Vergabungen bedachten Personen und Institutionen können sich sowohl unter der Klasse Spendenempfänger wie auch unter Korrespondenz- und Personendossiers finden.

Zugang

Benutzbarkeit

Teilweise Gesuchspflichtig

Sprache(n)

Deutsch

Findmittel

2018

Findmittel online

Ja

Sachverwandte Unterlagen

Verwandtes Material

Archiv für Zeitgeschichte: NL Hans Jenny

Verzeichniskontrolle

Bearbeitung im AfZ

Werner Hagmann, Céline Hotz, Rebekka Nordmann

Vorverzeichnung

 

Findhilfsmittel

 

Untereinheiten

1.: Organisation
2.: Finanzen und Immobilien
3.: Tätigkeit
4.: Korrespondenz, Personen- und Institutionendossiers
5.: Publikationen