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Bestand

Identifikation

Bestandssignatur

NL Max Imboden

Zitierung

AfZ: NL Max Imboden

Kurztitel

Imboden, Max

Bestandsname

Nachlass
Prof. Dr. iur. Max Imboden
(1915-1969)

Entstehungszeit

1933 - 1991

Umfang

2.40

Laufmeter

Kontext

Provenienz

Imboden, Max

Geschichte / Biografie

Imboden, Max
19.6.1915-7.4.1969
Prof. Dr. iur.

Geb. in St. Gallen, reformiert, Bürger von St. Gallen und Unterseen (BE), Sohn des Karl Friedrich, Psychiaters und der Frida geb. Kaiser, Kinderärztin. 1941 Heirat mit Elisabeth Stahel. Rechtsstudium in Genf, Bern und Zürich, 1940 Promotion. 1940-1943 zunächst Auditor, dann Substitut am Bezirksgericht Horgen; 1942 Anwaltsexamen im Kanton Zürich, 1944 Habilitation an der Universität Zürich; 1946-1953 Rechtskonsulent der Stadt Zürich; 1949 Berufung zum nebenamtlichen ausserordentlichen Professor für Steuerrecht und kantonales Verwaltungsrecht an der Universität Zürich; ab 1953 Ordinarius für Öffentliches Recht an der Universität Basel; 1959 Gastdozent an der Freien Universität Berlin; 1963/64 Rektor der Universität Basel; Pionier der Wissenschaftspolitik, ab 1965 erster Präsident des neu geschaffenen Schweizerischen Wissenschaftsrates. Autor des Standardwerks "Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung" (1960); Verfasser zahlreicher Gutachten für Bund, Kantone, Gemeinden und Privatwirtschaft sowie von Entwürfen wichtiger Bundesgesetze (u.a. betr. Hochschulförderung, Verwaltungsgerichtsbarkeit und Verwaltungsverfahren) und von Kantonsverfassungen (Basel, Nidwalden). 1960-1964 Mitglied des Grossen Rates von Basel Stadt, ab 1960 Mitglied und 1962 Präsident des Verfassungsrates für einen wiedervereinigten Kanton Basel; 1965-1967 Nationalrat (FDP). Imboden war die treibende Kraft bei der Diskussion um die Totalrevision der Bundesverfassung: 1964 erschien seine vielbeachtete Schrift "Helvetisches Malaise", ab 1967 war er Mitglied der Expertenkommission für die Vorbereitung der Totalrevision der Bundesverfassung unter der Leitung von alt Bundesrat Friedrich Traugott Wahlen. Im Militär bekleidete er den Rang eines Majors und war zuletzt im Stab der Grenzbrigade 6. Gest. in Basel.

Bestandsübernahme

1996, 1997, 2008, 2012

Bestandsgeschichte

1987 ist ein erster Teil des Bestandes (hauptsächlich Vorlesungsmanuskripte) als Depot ins Staatsarchiv Zürich gelangt und dort verzeichnet worden. Mit dem Entschluss der Familie, den gesamten Nachlass dem AfZ zu schenken, wurde dieser Teilbestand 1996 dem AfZ übergeben, 1997 auch der noch bei der Familie verbliebene Teil, darunter die Tagebücher. 2008 folgten letzte Ergänzungen, insbesondere mehrere Publikationen.

Literatur

 

Inhalt und innere Ordnung

Bestandsinhalt

BiografieTagebücher 1961-1969, Presseartikel, Nekrologe, Gedenkschrift (1972), Fotos
TätigkeitUniversitäre Laufbahn (Universität Basel: Vorlesungen u.a. 1952-1968) Gutachten 1943-1969; Unterlagen zur Totalrevision der Bundesverfassung und der Kantonsverfassungen Basel (Wiedervereinigung) und Nidwalden 1960-1980
ManuskripteVorträge u.a. 1933-1969
PublikationenMonographien 1940-1995; Aufsätze und publizierte Reden 1940-1970; Presseartikel 1933-1961; Rezensionen 1942-1966
Korrespondenzalphabethisch 1941-1969
TondokumenteArbeitsanweisungen und Diktat von Max Imboden (Ultravox-Folien) ca. 1968

Bewertung/Kassation

Die dem AfZ übergebenen Unterlagen wurden integral archiviert. Kassationen in der Zeit vor der Übergabe ans AfZ sind nicht bekannt. Zu einzelnen wichtigen Tätigkeitsfeldern (z. B. Totalrevision der Bundesverfassung, Nationalratstätigkeit, Wissenschaftsrat) sind allerdings nur wenig oder gar keine Unterlagen überliefert.

Ordnung/Klassifikation

 

Zugang

Benutzbarkeit

Frei

Sprache(n)

deutsch

Findmittel

1997, 2009

Findmittel online

Ja

Verzeichniskontrolle

Bearbeitung im AfZ

Werner Hagmann; Christoph Manasse

Vorverzeichnung

StAZH (Teilnachlass); Übernahmeverzeichnis AfZ

Findhilfsmittel

Publikationslisten, Vorlesungslisten

Untereinheiten

1.: Biografie
2.: Tätigkeit
3.: Manuskripte und Publikationen
4.: Korrespondenz
5.: Tondokument