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Bestand

Identifikation

Bestandssignatur

IB Omanut-Archiv

Zitierung

AfZ: IB Omanut-Archiv

Kurztitel

Omanut-Archiv

Bestandsname

Omanut
Jüdischer Kulturverein
Archiv

Entstehungszeit

ca. 1940 - 2000

Umfang

1.40

Laufmeter

Kontext

Provenienz

Omanut

Geschichte / Biografie

Omanut

1932 Gründung durch Marko Rothmüller, David Spitzer und Hinko Gottlieb in Zagreb mit dem Ziel, Aufbau der nationalen jüdischen Musikschule zu unterstützen; Auflösung des Vereins aufgrund der politischen Situation; Neulancierung von Omanut in der Schweiz durch Marko Rothmüller am 2. Januar 1941, zusammen mit Leopold Lindtberg, Kurt Hirschfeld, Benjamin Sagalowitz, Hillel Schwarz, Olga Lichtegg, Margrit Silberstein, u.a.; erster Präsident Alexander Schaichet, bereits 1942 Ablösung durch Marko Rothmüller; im Oktober 1941 erstmalige Ausgabe der "Omanut-Blätter für jüdische Kunst und Literatur" als Beilage des israelitischen Wochenblattes; bis Kriegsende diverse Veranstaltungen, u.a. Konzerte, Vorträge, Theater; nach Kriegsende Verlust des verbindenden Moment durch die jüdische Kunst; Rückgang der Mitgliederzahlen von Omanut von 1944 220 Mitgliedern auf 198 Mitglieder im Jahr 1950; 1948 Übernahme des Präsidentenamtes durch den Philosophen Hermann Levin Goldschmidt; 1956 Vorschlag von Goldschmidt zur Auflösung, da er die Wirksamkeit in Frage stellte; Übernahme des Präsidentenamtes durch Ruth Hoffer, Protokollführerin von Omanut von 1956 bis 1995; Durchführung von etwa acht bis zehn Veranstaltungen pro Jahr, u.a. mit Manès Sperber, H.G. Adler und Simon Bakman; einer der Höhepunkt war die Ausstellung "Juden in der Schweiz" im Jahr 1982, die der Omanut anregte und zusammen mit dem SIG verwirklichte; 1995 Wahl von Alex Schlesinger zum fünften Präsidenten von Omanut; 2001 Übernahme des Präsidiums durch Nina Zafran-Sagal; 2010 zählte der Verein ca. 430 Mitglieder; Fokus auf Förderung von jungen Künstler und Verbreitung des jüdischen Kulturschaffens, auch unter nichtjüdischem Publikum.

Bestandsübernahme

2010

Bestandsgeschichte

Der Bestand wurde 2010 von der Omanut-Präsidentin Nina Zafran-Sagal übergeben. Die Materialien gliedern sich in vier Bereiche. Die institutionellen Unterlagen beinhalten vor allem die Protokolle von Vorstand und Generalversammlung und sind beinahe vollständig erhalten. Daneben finden sich hier auch Mitgliederlisten und Finanzen. Zweitens sind die zahlreichen Veranstaltungen von Omanut dokumentiert. Neben Ausstellungen zählt dazu auch die Verleihung des Omanut-Förderpreises seit 1995. Der dritte Teil umfasst die Korrespondenz von Omanut. Vor allem in den Anfangsjahren ist diese sehr umfangreich. Die chronologische Ordnung wird durch einige thematische Dossiers ergänzt. Viertens sind im Omanut-Archiv die Unterlagen der Salomon David Steinberg-Stiftung eingegliedert. Zentral bei diesem Teilbereich sind Korrespondenz, finanzielle Unterlagen und die Verleihung des Salomon David Steinberg-Literaturpreises, welche seit 1966 stattfindet.

Literatur

 

Inhalt und innere Ordnung

Bestandsinhalt

Administrative UnterlagenProtokolle, Finanzakten, Statuten
TätigkeitAusstellungen, Veranstaltungen, Jubiläumsfeiern, Omanut-Förderpreis, Reisen
KorrespondenzEidgenössische Fremdenpolizei, Jüdische Schweizer Gemeinden, Israelitisches Wochenblatt, Vorstandskorrespondenz
FremdbeständeSalomon David Steinberg-Stiftung

Bewertung/Kassation

Doppel der Veranstaltungseinladungen und Vorstandskorrespondenz wurden kassiert.

Ordnung/Klassifikation

 

Zugang

Benutzbarkeit

Teilweise Gesuchspflichtig

Sprache(n)

deutsch, französisch, englisch

Findmittel

2010

Findmittel online

Ja

Verzeichniskontrolle

Bearbeitung im AfZ

Lea Ingber

Vorverzeichnung

 

Findhilfsmittel

 

Untereinheiten

1.: Institutionelle Unterlagen
2.: Tätigkeiten
3.: Korrespondenz
4.: Salomon David Steinberg-Stiftung