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Bestand

Identifikation

Bestandssignatur

NL H Levin Goldschmidt

Zitierung

AfZ: NL H Levin Goldschmidt

Kurztitel

Goldschmidt, Hermann Levin

Bestandsname

Nachlass
Prof. Dr. Hermann Levin Goldschmidt
(1914-1998)

Entstehungszeit

1799 - 1998

Umfang

17.00

Laufmeter

Kontext

Provenienz

Goldschmidt-Bollag, Hermann Levin

Geschichte / Biografie

Goldschmidt-Bollag, Hermann Levin
11.4.1914-29.3.1998
Dr. phil. I., Prof. h. c., Philosoph, Schriftsteller

Geboren 1914 in Berlin; 1932 Abitur in Berlin; seit 1933 im nationalsozialistischen Deutschland zunehmend entrechtet, Rückbesinnung und Engagement für das jüdische Kultur- und Geisteserbe; März 1938 Emigration in die Schweiz; 1938 Studium der Philosophie an der Universität Zürich; 1941 Promotion zum Dr. phil. I. mit der Dissertation "Der Nihilismus im Licht einer kritischen Philosophie"; 1944-1946 Versuche zur Habilitation an der Universität Zürich scheitern; bis 1945 als Flüchtling zeitweise im Arbeitseinsatz; zu seinem Freundeskreis gehörten u.a. Fritz Hochwälder, Hans Josephson; Robert Jungk, Arnold Künzli, Margarethe Susman, Adrienne Turel, Peter Weiss und Rudolf Zipkes; 1941-1945 Mitglied der Kulturgemeinschaft der Emigranten; 1942-1946 Mitglied der "Vereinigung für soziale und kulturelle Arbeit im Judentum"; 1946-1959 Mitglied der "Jüdischen Vereinigung Zürich"; 1948 Präsident der jüdischen Kulturorganisation "OMANUT"; 1946-1949 Mitglied der Christlich-jüdischen Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung des Antisemitismus in der Schweiz; 1951-1962 Gründung und Führung des "Jüdischen Lehrhaus Zürich" in der Nachfolge von Franz Rosenzweig und Martin Buber; vgl. die Publikation: "Das Vermächtnis des deutschen Judentums" (1957); seit 1948 Mitglied der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich, Mitglied der Bibliotheks- und Kulturkommission; 1952 Niederlassung in der Schweiz; 1962 Heirat mit Mary Bollag; 1963 Einbürgerung; Entwicklung seiner Philosophie der Dialogik; dazu diverse Publikationen, u.a. "Philosophie der Dialogik" (1948), "Dialogik. Philosophie auf dem Boden der Neuzeit" (1964) sowie sein Hauptwerk "Freiheit für den Widerspruch" (1976); neben publizistischer Tätigkeit ausgedehnte Lehr- und Vortragstätigkeit im Bereich der Erwachsenenbildung, u.a. Freie Universität Berlin (Gastvorlesungen), Begegnungsstätte Herzberg, Volkshochschulen Basel, Bern und Zürich; Arbeitsgemeinschaft "Weltgespräch" in Freib. i.Br., "WWW-Sommerunivers(al)ität", Internationale Radiouniversität; 1956 Gründungsmitglied der "Vereinigung für religiös-liberales Judentum" in der Schweiz; 1957 Leo Baeck-Preis; 1969 Verleihung des Prof. h.c. der Universität für europäische humanistische Studien, Urbino (Italien); 1996 österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst; 1990 gemeinsam mit seiner Frau Errichtung der "Stiftung Dialogik, Mary und Hermann Levin Goldschmidt-Bollag" im Archiv für Zeitgeschichte der ETH Zürich; 1998 gestorben in Zürich.

Bestandsübernahme

1991 ff.

Bestandsgeschichte

 

Literatur

Hermann Levin Goldschmidt: Werkausgabe in neun Bänden, hg. von Willi Goetschel, Wien 1993 ff.
Willi Goetschel (Hg.): Perspektiven der Dialogik. Zürcher Kolloquium zum 80. Geburtstag von Hermann Levin Goldschmidt, Wien 1994.
Peter Weiss: Briefe an Hermann Levin Goldschmidt und Robert Jungk 1938-1980, hg. von Beat Mazenauer, Leipzig 1992.

Inhalt und innere Ordnung

Bestandsinhalt

BiografieFamiliengeschichte, Schul- und Studienzeit, Leben als Emigrant in der Schweiz, Tagebücher 1936 ff., Fotografien, Videos und Tonbänder
TätigkeitJüdisches Lehrhaus Zürich, Mitgliedschaft in diversen jüdischen Institutionen, Erwachsenenbildung
ManuskripteVorlesungen: "Freiheit für den Widerspruch!" (1971), "Sieben Thesen zur Zukunft" (1971/72), "Thesen zur Umweltkrise" (1972), "Zwölf Thesen kritischer Philosophie" (1973), "Thesen zur Freiheit und Freizeit" (1973), "Thesen zur Sprache" (1974), "Der Mensch zwischen Soziologie und Psychologie. 12 Thesen" (1974/75), "Thesen zur Selbstentfaltung und Selbstanalyse" (1977), "Thesen zu Jacob Burckhardt" (1980) u. a.
KorrespondenzLeo Baeck, Hans Barth, Eugen Böhler, Martin Buber, Walter Robert Corti, Emanuel Dejung, David Farbstein, Max Friedländer, Willy Guggenheim, Fritz Hochwälder, Saul Hurwitz, Robert Jungk, Arnold Künzli, Salvador de Madriaga, Wolfgang Pauli, Jakob Ragaz, Benjamin Sagalowitz, Margarethe Susman, Leo Trepp, Adrien Turel, Fritz Wartenweiler, Peter Weiss, Veit Wyler, Rudolf Zipkes u. a.
PersonendossiersLeo Baeck, Martin Buber, Willy Guggenheim, Fritz Hochwälder, Margarethe Susman, Peter Weiss u. a.

Bewertung/Kassation

 

Ordnung/Klassifikation

 

Zugang

Benutzbarkeit

Gesuchspflichtig

Sprache(n)

 

Findmittel

1994, 1997/1998, 2004/2005

Findmittel online

Nein