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Bestand

Identifikation

Bestandssignatur

IB Aktion Pascani

Zitierung

AfZ: IB Aktion Pascani

Kurztitel

Aktion Pascani

Bestandsname

Aktion Pascani
(Rumänienhilfe)
1990-1999
Historisches Archiv

Entstehungszeit

1990 - 2005

Umfang

0.55

Laufmeter

Kontext

Provenienz

Aktion Pascani

Geschichte / Biografie

Im Januar 1990 nach dem Sturz des Ceausescu-Regimes nahm IAMANEH Schweiz (Internationale Vereinigung zur Förderung der Gesundheit der Mutter und des Neugeborenen; Geschäftsführer: Roland Wiederkehr) mit IAMANEH International (Generalsekretär: Ulrich Frey) Kontakt auf, um ein Schweizer Hilfsprojekt in Rumänien zu initiieren. Unter dem Namen "Aktion Pascani" leistete dieses zwischen April 1990 und Ende Dezember 1998 umfangreiche materielle und personelle Hilfe, vor allem für Mutter und Kind. Die Trägerschaft lag bei «IAMANEH / Mutter + Kind Schweiz», Unterstützt wurde das Projekt ausserdem von den Hilfswerken «Kinder in Not» und «AIDS und Kind» sowie vom Sanitätsdepartement Basel-Stadt. Das Hilfsprojekt konzentrierte sich auf die Stadt Pascani im Nordosten des Landes und das dortige Spital. Es umfasste drei Schwerpunkte: Humanitäre Hilfe (Beschaffung von Einwegspritzen, Windeln, Kleidern, Medikamenten), Entwicklungszusammenarbeit durch Weiterbildung und Modernisierung der Infrastruktur sowie drittens Aufklärung der lokalen Bevölkerung und Prävention (AIDS, Geburtenkontrolle). Zur Umsetzung der beiden letztgenannten Ziele wurde 1992 mit der «Rumänisch-Schweizerischen Wohltätigkeitsgesellschaft Humanitas Iamaneh» (kurz "Societé" / "Societatea") ein paritätischer Ausschuss geschaffen. Zum Projekt gehörten auch "Dispensare" (Ambulatorien) in und um Pascani, die dem dortigen Spital angegliedert waren. Im Dezember 1998 wurde die Spitaldirektorin Dr.med. Elena Vieru unbegründet und abrupt entlassen. Interventionen von Schweizer Seite zugunsten ihrer Vertrauensperson blieben erfolglos. Dies hatte die Sistierung des Projekts per Ende 1998 zur Folge, Ende 1999 wurde es definitiv abgeschlossen. Einer der Initianten und führenden Köpfe der Hilfsaktion war der Berner Arzt Dr. med. Rolf Tobler. Auch nach Beendigung der «Aktion Pascani» unterstützte Tobler aus eigener Initiative weiterhin das unter der Leitung von Dr. Daniel Cotea stehende Dispensar in Lespezi, einem Dorf in der Umgebung von Pascani.

Bestandsübernahme

2018

Bestandsgeschichte

Die überlieferten Akten zur Aktion Pascani stammen aus dem Nachlass von Dr. med. Rolf Tobler (1923-2016), Bern. 2018 wurden sie von seinem Sohn Konrad dem AfZ übergeben. Von Korrespondenz und weiteren in rumänischer Sprache abgefassten Unterlagen wurden mehrheitlich deutsche oder französische Übersetzungen angefertigt. Die Diapositive von seinen Rumänienaufenthalten hat Tobler in acht inhaltliche Gruppen (A-H) gegliedert und innerhalb dieser Gruppen durchnummeriert (einzelne Lücken). In den einzelnen Themengruppen finden sich jeweils Dias von verschiedenen Rumänienaufenthalten zwischen 1990 und 1998.

Literatur

 

Inhalt und innere Ordnung

Bestandsinhalt

TätigkeitRumänienhilfe (Schwerpunkte: Pascani, Lespezi etc.): Projektbeschriebe, Berichte, Korrespondenz, Protokolle, Rundschreiben, Verträge, Presseartikel u.a.
BilddokumenteRumänienreisen / -aufenthalte 1990er Jahre: Bukarest, Iasi, Pascani, Lespezi etc., u.a. Stadt- und Landschaftsimpressionen, Spital (Pascani), Waisenkinder, Kinderheime, Ambulatorien (Dispensare)

Bewertung/Kassation

Kassiert wurde dokumentarisches Material ohne unmittelbaren Bezug zur Hilfsaktion, z.B. Presseausschnitte, Postkarten von Klöstern, Fotos von Ikonenbildern; ausgeschieden wurde auch ein Teil der Diapositive, namentlich einzelne touristische Aufnahmen aus Siebenbürgen (in Teil B), vom Kloster Vorona (in Teil G) sowie der gesamte Teil H (Moldauklöster).

Ordnung/Klassifikation

Die bestehende chronologische Ordnung beim Schriftgut und den Fotoabzügen wurde beibehalten, ebenso die thematische Gliederung bei den Diapositiven. Die von Rolf Tobler auf den Dias angebrachten Stichworte dienten als Grundlage für die Metadatierung. Zwei Diaschlitten, die er später für einen Vortrag zusammengestellt hatte, wurden aufgelöst und die einzelnen Dias wieder in den ursprünglichen Themengruppen zugeordnet; die Diaauswahl für den Vortrag wurde auf einer Liste dokumentiert (vgl. Dossier 9, Unterdossier 2005). Die von Tobler gebildeten, mit Buchstaben bezeichneten Themengruppen wurden für die Dossierbildung übernommen und die von ihm vergebenen Dianummern als Altsignaturen in Klammern beigefügt (z.B. E27).

Zugang

Benutzbarkeit

Gesuchspflichtig

Sprache(n)

Deutsch, Französisch, Rumänisch

Findmittel

2019

Findmittel online

Ja

Verzeichniskontrolle

Bearbeitung im AfZ

Peter Sutter

Vorverzeichnung

 

Findhilfsmittel

 

Untereinheiten

1.: Rumänienhilfe