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Bestand

Identifikation

Bestandssignatur

NL Annemarie Spahr

Zitierung

AfZ: NL Annemarie Spahr

Kurztitel

Spahr, Annemarie

Bestandsname

Nachlass
Annemarie Spahr
(1922-2018)

Entstehungszeit

1920 - 2009

Umfang

4.05

Laufmeter

Kontext

Provenienz

Spahr, Annemarie

Geschichte / Biografie

Spahr, Annemarie
Geb. 13.9.1922-3.5.2018

Geb. in Turbenthal, von Turbenthal, reformiert, Tochter des Carl Spahr (von Deutschland), Betriebsleiters bei Eskimo Textil AG in Turbenthal, und der Hedwig Spahr geb. Lüssi, Lokalhistorikerin; unverheiratet. 1941 Besuch der Handelsschule am Technikum Winterthur, Abschluss mit Diplom; 1942 Kantonale Hauswirtschaftliche Schule Schwand-Münsingen (BE). 1941-1945 kaufmännische Arbeiten bei der Johann Jacob Rieter AG in Winterthur, bei der Agence Centrale des Prisonniers de Guerre des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (Hilfsstelle Winterthur) sowie bei der Maggi AG in Kemptthal; 1944 Ausbildung zur Fürsorgerin beim Frauenhilfsdienst (FHD); 1945 Hausbeamtin im Flüchtlingsheim Tivoli in Luzern; 1945-1946 Fürsorgerin bei der Ärztemission des Schweizerischen Roten Kreuzes in Meran sowie 1946-1947 für die Schweizer Spende an die Kriegsgeschädigten in Bochum; 1947-1949 Sekretärin sowie Assistentin der Geschäftsleiterin beim Schweizer Heimatwerk; 1949-1950 Haushälterin und Sprachaufenthalt in England; 1950-1954 Sekretärin und Hausbeamtin im Voralpinen Knabeninstitut Montana Zugerberg; 1954-1956 Hausbeamtin bei der medizinischen Mission des Schweizerischen Roten Kreuzes im Universitätsspital von Daegu, Südkorea; 1956-1960 Hausbeamtin im Auslandschweizer Home in Dürrenäsch; 1960-1961 Bevollmächtigte des Schweizerischen Roten Kreuzes bei einer Mission der Liga der Rotkreuz-Gesellschaften in Léopoldville (Kinshasa), Kongo; 1962-1970 Hausbeamtin sowie Administration für die Swiss Association for Technical Assistance (SATA) resp. für Helvetas in Kathmandu, Nepal; 1970-1976 diverse Aufgaben bei der Organisation, Planung und Realisierung des "Hotel Village Taragaon" im Auftrag des nepalesischen Frauenvereins "Mahila Sangathan"; 1977-1990 Hotelmanagerin im Hotel Dwarinka in Kathmandu, ab 1982 Konsulin für die Schweiz in Nepal. 1977 Verleihung der nepalesischen Staatsbürgerschaft, zusätzlich zur schweizerischen. 1990 Rückkehr in die Schweiz. Mitwirkung im Freundeskreis Schweiz-Nepal. Gest in Winterthur.

Bestandsübernahme

2015

Bestandsgeschichte

Der Nachlass kam im April 2015 infolge Umzugs vom Annemarie Spahr in ein Pflegeheim zu ihrer Nichte Dorothee Suter nach Obfelden, die ihn im Juli 2015 dem AfZ übergab. Der Bestand beinhaltet persönliche Unterlagen, z.B. biografische Materialien, private Korrespondenz und viele Fotos. Die berufliche Laufbahn von Annemarie Spahr ist ebenfalls abgebildet. Den Hauptteil des Nachlasses bildet die private Korrespondenz von Annemarie Spahr, die sie mit ihrer Mutter führte, wobei berufliche Themen viel Platz einnehmen. Für die Zeit von 1962-1990, als sie hauptsächlich in Nepal lebte, fehlen die Briefe an Annemarie Spahr. Diese wurden dem AfZ nicht übergeben. Die Bibliothek von Annemarie Spahr mit Literatur zu Nepal wurde der Zentralbibliothek Zürich übergeben.

Literatur

 

Inhalt und innere Ordnung

Bestandsinhalt

Tätigkeithumanitäre Einsätze in Korea (1954-1956), Kongo (1960-1961) und Nepal (1962-1976); Leitung eines Hotels in Nepal (1977-1990)
KorrespondenzBriefe von und an Annemarie Spahr, v.a. während ihren Auslandeinsätzen
BilddokumenteFotos und Dias zur Biografie / Familie sowie zu ihrer Tätigkeit in der Schweiz (Flüchtlingsheim Tivoli Luzern, 1945) und zu ihren humanitären Auslandeinsätzen in Deutschland (Bochum, Einsatz für die Schweizer Spende, 1946/47), Italien (Meran, Schweizerische Ärztemission, 1945/46), Korea (1954-1956), Kongo (1960-1961), Nepal (1962-1990)

Bewertung/Kassation

Kassiert wurden wenige Briefe, die nicht von Annemarie Spahr stammten, nirgends zuzuordnen waren oder inhaltlich keine Aussagekraft hatten. Dasselbe gilt für Presseartikel ohne feststellbaren Zusammenhang zu Annemarie Spahr, sowie für Fotos, sofern diese ähnliche Motive zeigten oder von schlechter Qualität waren. Ausgeschieden wurden zudem Landschaftsfotografien von verschiedenen Ausflügen in der Schweiz sowie Bilder mit wenig Aussagekraft oder ohne Beschreibung verzichtet, ebenso auf massentouristische Motive (Landi 1939, Paris, Verona, Pisa, Athen, Taj Mahal u.a.). Schliesslich wurde nur eine Auswahl an Familienfotos und Porträts in den Nachlass aufgenommen. Von den Dias wurde nur eine kleine Auswahl übernommen, da diese oft ähnliche Motive wie die Papierabzüge zeigen.

Ordnung/Klassifikation

Die in Fotomappen überlieferten Bilder wurden in der Regel in dieser Ordung belassen. Die in diesen Kuverts enthaltenen Aufnahmen dürften in der Regel in engem örtlichem und zeitlichem Zusammenhang entstanden sein. Die Ordnung der Dossiers innerhalb der einzelnen Klassen erfolgte mehrheitlich chronologisch. Viele Fotos wurden lose und ungeordnet übergeben. Hierbei erfolgte eine Ordnung nach Entstehungsort und Thema.

Zugang

Benutzbarkeit

Gesuchspflichtig

Sprache(n)

Deutsch, Englisch, Nepali

Findmittel

Findmittel des AfZ: 2017

Findmittel online

Ja

Verzeichniskontrolle

Bearbeitung im AfZ

Adrian Jacobi

Vorverzeichnung

 

Findhilfsmittel

 

Untereinheiten

1.: Biografie
2.: Tätigkeit
3.: Korrespondenz
4.: Fotos