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Bestand

Identifikation

Bestandssignatur

NL Robert Vögeli

Zitierung

AfZ: NL Robert Vögeli

Kurztitel

Vögeli, Robert

Bestandsname

Nachlass
Dr. phil. Robert Vögeli
(1927-2005)

Entstehungszeit

ca. 1939 - 1989

Umfang

20.00

Laufmeter

Kontext

Provenienz

Vögeli, Robert

Geschichte / Biografie

Vögeli, Robert
2.6.1927-15.2.2005
Dr. phil., Sektionschef Heer und Haus, Leiter IPZ

Geb. in Baden (AG), katholisch, von Leuggern (AG), Sohn des Karl Robert, Försters, und der Maria Bertha geb. Keller; 1992 Heirat mit Madeleine Volery. Aufgewachsen in Leuggern; 1942-1947 Gymnasium in Einsiedeln; 1947-1956 Studium der Pädagogik, Volkskunde, Politischen Philosophie und Geschichte an der Universität Zürich. Ab 1951 Mitarbeit im Schweizerischen Aufklärungsdienst (SAD), u.a. als Leiter der Jugendsektionen und als Referent. 1952/53 Zentralpräsident des Schweizerischen Studentenvereins. 1956 Wahl zum Sekretär des Aktionskomitees für die Wehrbereitschaft (Komitee zur Bekämpfung der Chevallier-Initiativen). Ab 1956 mit dem Wiederaufbau der nach Kriegsende demobilisierten Sektion Heer und Haus des Armeekommandos betraut, deren Chef er bis 1962 war; am 12. Juni 1962 infolge von Meinungsverschiedenheiten mit Brigadier Jean Schindler, Chef des Personellen der Armee, dem Vögeli unterstellt war, Eröffnung einer Disziplinaruntersuchung verbunden mit sofortiger Beurlaubung, unter dem Vorwand der unrechtmässigen Führung des Doktortitels, da die bereits angenommene Dissertation noch nicht gedruckt vorlag; strafweise Versetzung zur Generalstabsabteilung und per Anfang 1963 Absetzung als Sektionschef Heer und Haus; am 7. Mai 1965 vollständige moralische Rehabilitierung Vögelis durch den Bundesrat, indem dieser den Strafcharakter der Versetzung aufhob. 1964-1970 zunächst Sekretär der Schweizerischen Zentralstelle für die Förderung des Wohnungsbaus, ab 1966 Adjunkt des Delegierten des Bundesrats für Wohnungsbau. 1966 Beteiligung an der Gründung der "Aktion für freie Demokratie" (AFD), des späteren Trägervereins des "Instituts für politologische Zeitfragen" (IPZ) in Zürich, 1970-1992 hauptamtlicher Leiter des IPZ. Referententätigkeit zu den Spezialgebieten Spionage, Subversion, Psychologische Kriegsführung, Terrorismus und Israel, u.a. an der Volkshochschule Bern. Als Milizoffizier Dienstchef Heer und Haus (ab 1978 Truppeninformationsdienst) der Felddivision 6 bzw. des Gebirgsarmeekorps 3, zuletzt im Range eines Oberst. Gest. in Aarau.

Bestandsübernahme

2002, 2003, 2007, 2013

Bestandsgeschichte

Der Privatnachlass ergänzt den Bestand "Institut für politologische Zeitfragen" (IPZ), den Robert Vögeli 1992 und 1999 übergeben hatte. Ein Teilbestand befindet sich auch im Schweizerischen Bundesarchiv.

Literatur

Igor Perrig: Geistige Landesverteidigung im Kalten Krieg. Der Schweizerische Aufklärungsdienst (SAD) und Heer und Haus 1945-1963, Dissertation Freiburg i. Ue., Brig 1993.

Inhalt und innere Ordnung

Bestandsinhalt

BiografieLebensläufe
TätigkeitHeer und Haus / Truppeninformationsdienst 1939-1984 (Unterlagen zur Absetzung als Sektionschef Heer und Haus 1962-1965; Bulletins und Publikationen u.a.); Schweizerischer Aufklärungsdienst SAD (Jugendsektionen u.a.) 1950-1960; Campagne Européenne der la Jeunesse CEJ / Ständiger Rat der Schweizer Jugend für Europäische Fragen 1951-1956; Aktionsgemeinschaft Nationaler Wiederaufbau / Redressment National 1952-57; Nationales Informationszentrum NIZ 1952-1958; Arbeitsgemeinschaft für geistige Landesverteidigung AGLV 1959-1962; Volkshochschule Bern (u.a. Studienreisen nach Israel) 1962-1989; Arbeitsgruppe Jeanmaire 1976/77
Publikationen"Psycholgische Kriegführung" 1959 (Hektographie); "Die Anfänge des landwirtschaftlichen Bildungswesens" 1962 (Dissertation); "Spionage in der Gegenwart" 1969 u. a.
ManuskripteVorträge und Vortragsunterlagen 1953-1990
SachdossiersGeistige Landesverteidigung 1956-1961; Psychologische Kriegführung 1955-1973; Schweizerischer Vaterländischer Verband SVV (Urteil Bezirksgericht Zürich vom 3.7.1948 gegen Hans Emil Wintsch, Arnold Huber u. Otto Heusser); Spionage (Schlussbericht des stv. Eidg. Untersuchungsrichters Dr. Hans Walder i. S. gegen Otto Schwarzenberger und Mitangeschuldigte betr. verbotenen Nachrichtendienst etc. 1961)

Bewertung/Kassation

 

Ordnung/Klassifikation

 

Zugang

Benutzbarkeit

Gesuchspflichtig

Sprache(n)

 

Findmittel

 

Findmittel online

Nein