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Bestand

Identifikation

Bestandssignatur

NL Eugen Heuss

Zitierung

AfZ: NL Eugen Heuss

Kurztitel

Heuss, Eugen

Bestandsname

Einzelbestand
Eugen Heuss
(1907-1983)

Entstehungszeit

1945

Umfang

0.02

Laufmeter

Kontext

Provenienz

Heuss, Eugen

Geschichte / Biografie

Heuss, Eugen
8.1.1907 - 17.11.1983
Kaufmann

Geb. in Memmingen (auch "Egon" genannt), evangelisch-reformiert, von Deutschland, Sohn des Konrad und der Elionore geb. Schelling. 1931 Heirat mit der Schweizerin Bertha Welti (1904-1980), aus welcher Ehe die beiden Söhne Manfred (1933) und Erich (1934) hervorgingen. Seit ca. 1927 in Näfels GL ansässig, wo er nach dem Tod seines Vaters dessen Geschäft übernahm und ausbaute. Ende Januar 1943 Aufforderung zur Musterung durch das Deutsche Generalkonsulat in Zürich, als "kriegsverwendungsfähig" beurteilt und zur Infanterie eingeteilt. Stellungsbefehl zum Einrücken am 17. Mai 1943 in der Cherisiekaserne des Infanterie Regiments 485 in Konstanz. Nach rund einwöchiger Ausbildung in Konstanz Verlegung nach Nordwestrussland (Krasneye, in der Nähe von Welikije Luki). Weitere Ausbildung; am 23. August 1943 erster Zusammenstoss mit Partisanen; ab Dezember 1943 Fronteinsatz. Einsätze u.a. auch zusammen mit Einheiten von auf die deutsche Seite übergetretenen Armeniern und Georgiern (denen Heuss besondere Grausamkeit zuschreibt). Später Ausbildung zum Rechnungsführer und Verlegung in die Schreibstube. Juni 1944 - kurz vor Inkrafttreten der Urlaubssperre - Heimaturlaub in Memmingen und Feldkirch, wo er seine Familienangehörigen traf, da er nicht in die Schweiz durfte. 9. Juli 1944 Wiederankunft bei seiner Einheit an der Ostfront, wo bereits eine Absetzbewegung Richtung Lettland im Gang war. Verantwortlich für den Schreibstubenwagen, Aufbruch Richtung Westen mit dem Tross. Ab 1. Oktober 1944 Rechnungsführer und Schreiber seiner Kompagnie. Einsatz an der Kurlandfront. Februar 1945 Einschiffung in Libau und Evakuation nach Pillau (Vorhafen von Königsberg). Am 18. April 1945 nach der Kapitulation von Königsberg und nach erstmaliger Verwundung Evakuierung auf einem Lazarettschiff von Pillau nach Sassnitz (Rügen). Flucht vor den rasch vorrückenden Russen nach Westen, am 1. Mai 1945 von Warnemünde per Schiff weiter nach Wismar, von dort per Lazarettschiff nach Neustadt. Am 3. Mai 1945 Entlassung aus der Wehrmacht in Preets (?) wegen Auflösung der Einheit. Ab ca. 6. Mai 1945 in britischer Kriegsgefangenschaft, dort erneut Einsatz als Schreiber. Verlegung zuerst nach Lohe, dann nach Hedwigenkoog, wo er zusammen mit Auslandsdeutschen aus zahlreichen andern Nationen einer Kompanie angegliedert wurde. 22. Juli 1945 Entlassung aus britischer Kriegsgefangenschaft, 27. Juli 1945 Ankunft bei Verwandten in Memmingen. Heimkehr in die Schweiz. 1947 Übersiedlung von Näfels nach Zürich. Gest. in Zürich.

Bestandsübernahme

1991

Bestandsgeschichte

Der Bestandesbildner, damals wohnhaft an der Anwandstrasse 65 in Zürich, schenkte den Einzelbestand um 1980 herum seinem Nachbarn, dem Historiker Georg Hafner, welcher die Unterlagen 1991 zusammen mit seiner Forschungsdokumentation dem Archiv für Zeitgeschichte übergeben hat.

Literatur

 

Inhalt und innere Ordnung

Bestandsinhalt

ManuskriptErinnerungen an Kriegsdienst in der Wehrmacht und britische Kriegsgefangenschaft, 1945

Bewertung/Kassation

 

Ordnung/Klassifikation

 

Zugang

Benutzbarkeit

Frei

Sprache(n)

Deutsch

Findmittel

2015

Findmittel online

Ja

Verzeichniskontrolle

Bearbeitung im AfZ

Werner Hagmann

Vorverzeichnung

 

Findhilfsmittel

 

Untereinheiten

1.: Erinnerungen