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Bestand

Identifikation

Bestandssignatur

NL Rachel Michel-Frumes

Zitierung

AfZ: NL Rachel Michel-Frumes

Kurztitel

Michel-Frumes, Rachel

Bestandsname

Nachlass
Rachel Michel-Frumes
(1913-1993)

Entstehungszeit

1905 - 2001

Umfang

0.60

Laufmeter

Kontext

Provenienz

Michel-Frumes, Rachel

Geschichte / Biografie

Rachel Michel-Frumes
16.7.1913-19.2.1993

geb. in Lódz, Polen; Tochter von Lewi Frumes und Sonia Elpern, jüdisch. Besuch des Jüdischen Mädchengymnasiums in Lódz; Medizinstudium in Warschau, Bratislava und Prag. 1934 Wegweisung aus Prag aufgrund ihres Engagements in der kommunistischen Studentenbewegung; Weiterführung des Studiums in Basel und Zürich; 1939 Einreichen der Dissertation und erfolgreiche Schlussprüfungen in den Fächern Psychiatrie und Pathologie; 1942 Rücktritt vom Staatsexamen; 1944 Handelsdiplom als Sekretärin-Buchhalterin; 1944-1946 Besuch von Kunstgeschichts- und Literaturvorlesungen an der Universität Zürich. 1938 letzter Besuch der Eltern; Emigrantenstatus in der Schweiz; Ermordung der meisten Familienmitglieder während des Holocaust. 1945 Schulungskurs für "fürsorgerische Hilfskräfte in der Nachkriegszeit"; Einrichtung und Leitung eines "Schweizerisch-Polnischen Familiensuchdiensts" für polnische Kriegsopfer in Bern; 1946 Reise ins kriegszerstörte Polen; 1947 Korrespondentin und Übersetzerin für die "polnische Mission für den Aussenhandel in der Schweiz". 1947 Heirat mit Kurt Michel; drei gemeinsame Kinder; 1950 Aufgabe der Arbeitstätigkeit; intensive Korrespondenz- und Reisetätigkeit; gest. in Baden.

Bestandsübernahme

2005, 2009, 2010, 2011

Bestandsgeschichte

Ruth Michel Richter übergab dem Archiv für Zeitgeschichte den Nachlass ihrer Mutter in mehreren Ablieferungen von 2005 bis 2011. Der Nachlass dokumentiert vor allem ihren Status als polnische Emigrantin in der Schweiz während des Zweiten Weltkriegs. Dazu ist Korrespondenz mit Verwandten und Freunden in Polen, der Fremdenpolizei in der Schweiz und jüdischen Hilfsorganisationen vorhanden. Die Hilfstätigkeit von Rachel Michel-Frumes für polnische Kriegsopfer in der Nachkriegszeit ist ebenfalls durch Korrespondenz und Berichte belegt. Eine interessante Ergänzung des Bestandes bilden Tondokumente mit Gesprächen von Anna Gecow und Hermann Field über ihre Erlebnisse während der Kriegs- und Nachkriegsjahre. Rachel Michel-Frumes hat Gecow und Field während des Medizinsstudiums in Zürich kennengelernt. Die Gespräche wurden von Christiane Hoff 2005 in einer Publikation verarbeitet.

Literatur

Hoff, Christiane: Anne und Leon. Ihre Lebensgeschichte. Erzählt von Briefen und Tonbandprotokollen und anderen Dokumenten, Jüdische Memoiren Bd. 12, Hentrich&Hentrich Verlag, 2005

Inhalt und innere Ordnung

Bestandsinhalt

BiografieLebensläufe, Zeugnisse, Notizbücher, Gedichte, Fotos
KorrespondenzFamilie, Fremdenpolizei, Anna und Leon Gecow
TätigkeitSchweizerisch-Polnisches Koordinations- und Hilfskomitee für das befreite Polen, Schweizerisch-Polnischer Familiensuchdienst, Schulungskurs für fürsorgerische Hilfskräfte in der Nachkriegszeit, Polnische Mission für den Aussenhandel in der Schweiz
TondokumenteGespräche von Anna (Anka) Gecow und Hermann Field

Bewertung/Kassation

 

Ordnung/Klassifikation

 

Zugang

Benutzbarkeit

Teilweise Gesuchspflichtig

Sprache(n)

deutsch, polnisch

Findmittel

2008, 2011, 2013, 2016

Findmittel online

Ja

Verzeichniskontrolle

Bearbeitung im AfZ

Daniel Schwane

Vorverzeichnung

 

Findhilfsmittel

 

Untereinheiten

1.: Biografie
2.: Ausbildung und Tätigkeit
3.: Personendossier Anna und Leon Gecow