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Bestand

Identifikation

Bestandssignatur

NL Paul Vogt

Zitierung

AfZ: NL Paul Vogt

Kurztitel

Vogt, Paul

Bestandsname

Nachlass
Pfarrer Paul Vogt
(1900-1984)

Entstehungszeit

ca. 1882 - 2000

Umfang

2.60

Laufmeter

Kontext

Provenienz

Vogt, Paul

Geschichte / Biografie

Vogt, Paul
23.5.1900-12.3.1984
Pfarrer

Geb. in Stäfa; Sohn des aus Schlesien eingewanderten Pfarrers und Mitglieds der Evangelischen Gesellschaft des Kantons Zürich Johannes Daniel Paul Vogt und von Barbara Weber; Schwester Tabitha. 1927 Heirat mit Sophie Brenner; Kinder Ruedi, Hanspeter und Annemarie; Gest. in Zizers.

1922 Abitur in der Evangelischen Lehranstalt in Schiers; 1922-1926 Theologie-Studium in Basel, Zürich und Tübingen; Vikariat am Neumünster Zürich; Gemeindepfarrer in Ellikon an der Thur; 1929 Pfarrstelle in Walzenhausen (AR); Gründung des Hilfswerks für die Arbeitslosen im Kanton Appenzell; 1933 Aufbau des evangelischen Sozial- und Heimatlosenheims Sonneblick in Walzenhausen; 1936 Berufung nach Zürich-Seebach; Leitung des Schweizerischen Evangelischen Hilfswerks für die Bekennende Kirche in Deutschland (SEHBKD); 1936 Mitbegründer der Schweizerischen Zentralstelle für Flüchtlingshilfe (SZF); Engagement für Flüchtlinge aller Konfessionen durch Vorträge, Aktionen und Sammlungen (Flüchtlingsbatzen und Freiplatzaktion); 1943-1947 Betreuung des Flüchtlingspfarramts, das vom Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund, von der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Zürich und vom Schweizerischen kirchlichen Hilfskomitee für evangelische Flüchtlinge eingerichtet worden war; Initiant der 1945 gegründeten Arbeitsgemeinschaft von Christen und Juden; Mitglied der Gesellschaft Schweiz-Israel; Eintreten für die Existenz Israels nach dem Krieg; 1947 Pfarrer in Grabs (SG); Ehrung durch die Universität Zürich mit dem Dr. h. c. für seine Verdienste um die Flüchtlingshilfe; 1951 Ernennung zum Dekan des Pfarrkapitels Rheintal-Werdenberg-Sargans durch die Synode der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons St. Gallen; 1952-1957 Präsident der Evangelischen Lehranstalt Schiers-Samedan; 1959-1965 Pfarrer in Degersheim; nach der Pensionierung wohnhaft in Grüsch, Prättigau; 1982, nach dem Tod seiner Frau, Übersiedlung ins Altersheim in Zizers.

Bestandsübernahme

1981, 1984, 1989, 1995, 1997

Bestandsgeschichte

Der Nachlass von Paul Vogt kam in den Jahren 1981, 1984, 1989, 1995 und 1997 ins Archiv für Zeitgeschichte. Die Ablieferung des ersten Teils im Jahr 1981 wurde noch von Pfr. Vogt persönlich veranlasst, der Rest kam nach und nach durch seine Tochter Annemarie Vogt ins Archiv. Bei seinem Umzug ins Altersheim hat Paul Vogt einen Grossteil seines Materials entsorgt, gleichzeitig zu einer ersten Ablieferung eines Teils seines Nachlasses ans AfZ, anscheinend in Sorge um die seelsorgerische Vertraulichkeit.
Der im AfZ archivierte Nachlass von Paul Vogt ist ein Teilnachlass. Im Staatsarchiv des Kantons Appenzell Ausserrhoden befinden sich weitere ca. 8 Laufmeter an Material, welches u.a. das von Paul Vogt begründete Hilfswerk für die Arbeitslosen Appenzell Ausserrhoden und das Evangelische Sozialheim Sonneblick in Walzenhausen (auch Einzelfallakten) umfasst.

Literatur

 

Inhalt und innere Ordnung

Bestandsinhalt

BiografieLebensläufe, Aufzeichnungen, Erinnerungen (Manuskripte und Presseartikel), Ehrungen, Tagebücher 1920-1954, Nachrufe und Würdigungen, Aufzeichnungen von Sophie Vogt-Brenner und Annemarie Vogt
TätigkeitStiftung Evangelisches Sozialheim Sonneblick 1933-1987; Schweizerisches Evangelisches Hilfswerk für die Bekennende Kirche in Deutschland; Schweizerische Zentralstelle für Flüchtlingshilfe 1942-1980; Schweizerisches kirchliches Hilfskomitee für evangelische Flüchtlinge 1943-1966; Evangelisches Flüchtlingspfarramt 1943-1946; Freiplatzaktion; Einzelschicksale von Flüchtlingen; Predigten
BilddokumenteFotos u.a. von Freiplatzheimen, Flüchtlingen, MitarbeiterInnen, Familienfotos
TondokumenteInterview geführt von Klaus Urner in Grüsch, 12.11.1977 (siehe auch Tondokumente Zeugen der Zeit / 27 und dazu NL Paul Vogt / 21)
Publikationen und ManuskripteFremd- und Eigenschriften, Manuskripte (u.a. Predigten)
PresseartikelPresseausschnittsammlung, Presseartikel von Paul Vogt

Bewertung/Kassation

 

Ordnung/Klassifikation

Das Material im NL Paul Vogt kam in den Jahren 1981-1997 nach und nach ins AfZ, Nachlieferungen wurden jeweils in den Bestand eingeflochten. Dies macht eine Suche nach Stichworten sinnvoll, da sich zusammengehöriges Material in unterschiedichen Dossiers befinden kann.

Zugang

Benutzbarkeit

Frei

Sprache(n)

 

Findmittel

Findmittel des AfZ: 1984, 1990, 2012

Findmittel online

Ja

Sachverwandte Unterlagen

Verwandtes Material

Staatsarchiv Appenzell Ausserrhoden:
- Nachlass Flüchtlingspfarrer Paul Vogt (Pa. 024)
- Evangelisches Sozialheim Sonnenblick Walzenhausen (Pa. 027)

Untereinheiten

1.: Materialien zur Biografie
2.: Kirchenkampf
3.: Flüchtlinge und Flüchtlingspolitik
4.: Judentum und Judenverfolgung