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Bestand

Identifikation

Bestandssignatur

NL Albert Grübel

Zitierung

AfZ: NL Albert Grübel

Kurztitel

Grübel, Albert

Bestandsname

Nachlass
Dr. iur. Albert Grübel
(1918-2002)

Entstehungszeit

ca. 1933 - 2001

Umfang

0.80

Laufmeter

Kontext

Provenienz

Grübel, Albert

Geschichte / Biografie

Grübel, Albert Henri
22.3.1918-18.9.2002
Dr. iur.
Diplomat

Geb. am 1918 in Basel. Sohn des Karl Wilhelm und der Clara Louise geb. Baumann, Schwester von Fritz Baumann, expressionistischer Maler und 1918 Mitbegründer der Künstlergruppe "Das neue Leben" in Basel. 1951 Heirat mit Jona Bach. Besuch des mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasiums, anschliessend Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Basel, unterbrochen vom militärischen Aktivdienst. Promotion 1940, Anwaltsexamen 1942. 1943 Eintritt in das Kriegs-, Industrie- und Arbeitsamt (KIAA), Tätigkeit im Bereich der kriegswirtschaftlichen Bewilligungspflicht. 1946-1951 Übertritt in die Handelsabteilung des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements (EVD), zuständig für die Beziehungen zu den osteuropäischen Staaten (u.a. Polen, Ungarn, Bulgarien). 1951-1966 Sekretär des Vororts des Schweizerischen Handels- und Industrie-Vereins (SHIV), weitere Beschäftigung mit dem Osthandel, Teilnahme an offiziellen Verhandlungen, 1959 Mitarbeit beim Übereinkommen zur Errichtung der Europäischen Freihandels-Assoziation (EFTA). 1967 Ernennung zum Delegierten des Bundesrats für Handelsverträge. 1969 Ernennung zum Direktor des Bundesamts für Industrie, Gewerbe und Arbeit (BIGA) des EVD, u.a. Verhandlungen mit Italien zu Fremdarbeitern / Gastarbeitern. 1974-1983 Botschafter in Paris bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Präsident der OECD-Arbeitsgruppe Schiffbauindustrie (bis 1984). Nach der Pensionierung Verfasser von Theaterstücken (Komödien), Besuch von Vorlesungen an der Universität Zürich und Engagement für die Berücksichtigung der Zeitzeugensicht bei der Aufarbeitung des Zweiten Weltkrieges (Arbeitskreis Gelebte Geschichte, AGG). Gest. in Zürich.

Bestandsübernahme

2004

Bestandsgeschichte

Der Nachlass Albert Grübel wurde dem Archiv für Zeitgeschichte nach dem Tod von Jona Grübel-Bach durch die Nachlassverwalterin übergeben.

Literatur

 

Inhalt und innere Ordnung

Bestandsinhalt

Audiovisuelle DokumentationFotos von privaten und beruflichen Anlässen
BiografieHandnotizen; Gedenkschrift
PublikationDissertation; Artikel; Theaterstücke
TätigkeitBerichte, Protokolle, Dokumentation betr. Tätigkeit bei Vorort, BIGA, OECD

Bewertung/Kassation

Das überlieferte Material dokumentiert die private und berufliche Tätigkeit von Albert Grübel nur partiell. Von der Tätigkeit im KIAA sind keine Unterlagen überliefert, von seiner Tätigkeit beim Vorort und dem BIGA nur vereinzelte Unterlagen. Am besten dokumentiert ist die Tätigkeit als Botschafter bei der OECD. Insgesamt sind kaum Handakten zur Tätigkeit vorhanden; für die Zeit beim BIGA und der OECD existieren aber recht ausführliche Unterlagen zur Beteiligung am diplomatisch-gesellschaftlichen Leben. Amtliche Dokumente sind vermutlich zum Teil nachträglich zu Erinnerungs- und Dokumentationszwecken zusammengetragen worden.

Ordnung/Klassifikation

 

Zugang

Benutzbarkeit

Frei

Sprache(n)

Deutsch, Französisch, Englisch

Findmittel

2017

Findmittel online

Ja

Verzeichniskontrolle

Bearbeitung im AfZ

Sonja Vogelsang

Vorverzeichnung

 

Findhilfsmittel

 

Untereinheiten

1.: Biografisches
2.: Vorort des Schweizerischen Handels- und Industrie-Vereins (SHIV)
3.: Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (BIGA)
4.: Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)
5.: Fotos