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Bestand

Identifikation

Bestandssignatur

NL Heinrich Schalcher

Zitierung

AfZ: NL Heinrich Schalcher

Kurztitel

Schalcher, Heinrich

Bestandsname

Nachlass
Heinrich Schalcher
(1917-2006)

Entstehungszeit

1934 - 1997

Umfang

3.10

Laufmeter

Kontext

Provenienz

Schalcher, Heinrich

Geschichte / Biografie

Schalcher, Heinrich
3.1.1917-12.12.2006
Rechtsanwalt, Nationalrat, Oberst

Geb. in Wülflingen (ab 1922 Stadt Winterthur); amtliche Vornamen: Johannes Heinrich, reformiert, von Winterthur, Sohn des Heinrich, Metallarbeiters und der Maria Magdalena geb. Mäder, 1941 Heirat mit Maria Magdalena Müller. Handelsschule, dann Notariatslehre und Kanzlistenpraxis; 1938-1940 Studium an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich; 1940 Notariatspatent. 1941-1953 Substitut des Notariats des Grundbuch- und Konkursamtes Zürich-Enge; 1949 Rechtsanwaltspatent. Ab 1954 eigene Anwaltspraxis in Winterthur; nebenamtlicher Richter am Zürcher Verwaltungsgericht. Zuerst Mitglied des Landesrings der Unabhängigen (LdU), dann der Evangelischen Volkspartei (EVP); 1954-1963 Mitglied des Grossen Gemeinderates der Stadt Winterthur; 1955-1959 und 1963-1971 Zürcher Kantonsrat; 1968-1983 Nationalrat; Mitglied der Eisenbahnkommission, der Aussenwirtschaftskommission und zahlreicher Spezialkommissionen, u. a. der Eherechtskommission und der Kommission gegen den "Ausverkauf der Heimat"; Mitglied der parlamentarischen Geschäftsprüfungskommission; rund hundert parlamentarische Vorstösse vor allem zu Gunsten der Förderung und Erhaltung einer umweltgerechten Landwirtschaft, der Landesverteidigung sowie der Volksgesundheit; Mitbegründer und Präsident der "Schweizerischen Liga für biologische Landesverteidigung" (1964-1973); Mitbegründer und Präsident der "Schweizerischen Stiftung zur Förderung des biologischen Landbaus" (gegr. 1973); Verwaltungsratspräsident der Firma Biotta in Tägerwilen; seit 1958 Mitglied der Verwaltung, Vizepräsident und 1969-1987 Präsident der Genossenschaft Migros Winterthur / Schaffhausen. Militärische Karriere bis zum Grad eines Oberst. Gest. in Winterthur.

Bestandsübernahme

1997, 1999, 2000, 2014

Bestandsgeschichte

Heinrich Schalcher hat dem Archiv für Zeitgeschichte seinen Nachlass in drei Teilablieferungen zwischen 1997 und 2000 an seinem Wohnort in Winterthur übergeben. Eine kleine Ergänzung erfolgte durch die Tochter im Jahr 2014.

Literatur

 

Inhalt und innere Ordnung

Bestandsinhalt

BiografieAutobiografische Skizze, Lebenslauf, Presseporträts, Dokumente zum Bildungsgang und zur beruflichen Entwicklung
TätigkeitEinsatz für den biologischen Landbau (Vorstoss im Zürcher Kantonsrat 1955, Liga für biologische Landesverteidigung und Vorläuferorganisationen 1958-1973; Schweizerische Stiftung zur Förderung des biologischen Landbaus 1970 ff.); Nationalrat 1968-1983: Parlamentarische Vorstösse und Kommissionstätigkeit zu den Themen Umwelt und Gesundheit (biologischer Landbau, Sucht- und Betäubungsmittel, Bergbauernhilfe, Nationalstrassen, Waldsterben), zur Wirtschaftspolitik ("Einfluss mächtiger Wirtschaftsgruppen", Arbeitsfrieden, "Ausverkauf der Heimat"), Landesverteidigung (Bewaffnung), Nachrichtendienst (Fall Oberst Bachmann) und Staatsschutz ("Massnahmen gegen den Terror"), Staatsrecht (Gesetzgebung, Verwaltungskontrolle, "Aktivierung der schweigenden Mehrheit"); Presseartikel und Abhandlungen zu politischen Zeit- und Rechtsfragen 1934-1990
KorrespondenzZu seiner Tätigkeit für die "Schweizerische Liga für biologische Landesverteidigung" sowie Vorgängerorganisationen; für die "Schweizerische Stiftung zur Förderung des biologischen Landbaus"; zu seiner Zeit als Nationalrat
DokumentationVon Heinrich Schalcher selbst angefertigte Zusammenstellung (Kopien) zu seinem Leben und Wirken; Presseartikel, Zeitschriften, Broschüren, Flugblätter etc. zu v.a. umweltpolitischen Themen

Bewertung/Kassation

Kassationen: Dokumentationsmaterialien (Presseartikel, Zeitschriften, Broschüren, Flugblätter) allgemein zu Umweltschutz, Ernährung etc., die keinen unmittelbaren Bezug zu Heinrich Schalcher und seiner Tätigkeit aufweisen. Stenografische Notizen, die auf der Rückseite von Kanzleikorrespondenz mit schützenswertem Inhalt standen und vermutl. zum grössten Teil Entwürfe von vorhandener Korrespondenz waren.

Ordnung/Klassifikation

Grundlage für die Erschliessung war die von Heinrich Schalcher geschaffene Ordnung. Insbesondere wurde auch die von ihm als Konzentrat aus ausgewählten Dokumenten des Nachlasses gebildete Selbstdokumentation unverändert beibehalten, obwohl es sich dabei weitgehend um Doppel handelt.

Zugang

Benutzbarkeit

Teilweise Gesuchspflichtig

Sprache(n)

Deutsch

Findmittel

Findmittel des AfZ: 1998, 2000, 2015

Findmittel online

Ja

Verzeichniskontrolle

Bearbeitung im AfZ

Gaby Pfyffer, Vanessa Mistric, Adrian Feller

Vorverzeichnung

Vorverzeichnung: Jonas Arnold

Findhilfsmittel

 

Untereinheiten

1.: Biografie
2.: Biologischer Landbau und Umweltschutz
3.: Eidgenössischer Parlamentarier im Nationalrat 1968-1983
4.: Selbstdokumentation: Kondensat aus Heinrich Schalchers Perspektive