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Bestand

Identifikation

Bestandssignatur

NL Eugen Wildi

Zitierung

AfZ: NL Eugen Wildi

Kurztitel

Wildi, Eugen

Bestandsname

Nachlass
Dr. iur. Eugen Wildi
(1881-1955)

Entstehungszeit

ca. 1928 - 1954

Umfang

0.40

Laufmeter

Kontext

Provenienz

Wildi, Eugen

Geschichte / Biografie

Wildi, Eugen
10.9.1881-15.9.1955
Dr. iur., Notar

Geb. in Reinach (AG); von Reinach und Zofingen; Heirat mit Alice Huepeden. Studium der Jurisprudenz an der Universität Zürich; 1904 Anwaltspatent, Fürsprech und aargauischer Notar. 1905-1908 Gerichtsschreiber am Bezirksgericht Zofingen; ab 1908 Advokaturpraxis. 1933-1935 Wohnsitz in Zürich, ab 1935 bis zu seinem Tod in Zofingen. In den zwanziger Jahren Beziehungen zur elsässisch-lothringischen Autonomiebewegung; Mitglied des Stiftungsrats der 1931 vom deutsch-völkischen Hamburger Getreidegrosshändler und Mäzen Alfred C. Toepfer gegründeten Stiftung JWG (Johann Wolfgang Goethe) in Vaduz; zentraler Verbindungsmann von Toepfer zur Schweiz. 1938 Verhaftung in Basel, zusammen mit Albert Bongartz, dem früheren Mentor von Dr. Karl Roos (Angeklagter im Verschwörungsprozess von Besançon 1929); 1938/39 Strafuntersuchung der schweizerischen Bundesanwaltschaft gegen Eugen Wildi wegen Zuwiderhandlung gegen die Interessen der Landessicherheit, mangels Beweisen wird das Verfahren nach Kriegsausbruch jedoch eingestellt; 1938-1944 Presseprozesse; 1941-1944 Ehrverletzungsprozess Oskar Zumbrunn, kantonaler Polizeichef in Aarau, gegen E. Wildi; nach dem Krieg erneut im Visier der Justiz und Verlust des Anwaltspatents. 1946-1954 Engagement im Nationalitätenprozess der französischen Staatsanwaltschaft gegen Dr. Robert Ernst (Förderer der elsässischen Separatisten, Bürgermeister von Strassburg 1940-1944).

Bestandsübernahme

1981, 2015

Bestandsgeschichte

Der Bestand wurde dem AfZ in zwei Ablieferungen von der Witwe bzw. der Tochter von Hektor Ammann zusammen mit dessen Nachlass übergeben. Eugen Wildi, der ohne Nachkommen verstorben ist, hatte Hektor Ammann als seinen Erben eingesetzt, da dieser ihn zu Lebzeiten wiederholt finanziell unterstützt hatte. Auf diese Weise gelangte der Nachlass Wildi in den Besitz von Ammann.

Literatur

 

Inhalt und innere Ordnung

Bestandsinhalt

TätigkeitElsässisch-lothringische Autonomistenbewegung, Strafprozesse (Zuwiderhandlung gegen die Interessen der Landessicherheit 1938/39, Presseprozesse 1939-1944, Untersuchung wegen öffentlicher Aufreizung zum Hass gegen einzelne Bevölkerungsgruppen wegen ihrer Staatszugehörigkeit, Ehrverletzungsprozess 1941-1944, Nationalitäten-Prozess der französischen Staatsanwaltschaft 1946-1954)
PersonendossiersRoman Abt, Hektor Ammann, Eugen Bircher, Robert Ernst, Friedrich Grimm, Konrad Henlein, Robert Wagner, Hans von Wyl, Alfred Zander.

Bewertung/Kassation

 

Ordnung/Klassifikation

 

Zugang

Benutzbarkeit

Frei

Sprache(n)

 

Findmittel

Findmittel des AfZ: 1982

Findmittel online

Ja

Untereinheiten

: I. Elsässisch-lothringische Autonomistenbewegung
: II. Strafuntersuchung der schweizerischen Bundesanwaltschaft gegen Dr. Eugen Wildi wegen Zuwiderhandlung gegen die Interessen der Landessicherheit 1938/39
: III. Presseprozesse 1939-1944
: IV. Untersuchung wegen öffentlicher Aufreizung zum Hass gegen einzelne Bevölkerungsgruppen wegen ihrer Staatszugehörigkeit i./S. Kurt Schröter contra Otto Fretz 1940/41
: V. Ehrverletzungsprozess Oskar Zumbrunn, kantonaler Polizeichef in Aarau, gegen Dr. Eugen Wildi Okt.1941-Okt. 1944
: VI. Prozess der französischen Staatsanwaltschaft gegen Dr. Robert Ernst 1946-1954 (Bürgermeister von Strassburg 1940-1944)